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Nagetiere

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Wenn man den Begriff „Nagetier“ hört, denkt man sofort an Meerschweinchen, Hamster, Mäuse, Eichhörnchen, Biber & Co. Eben die heimischen Tiere, die in unseren Breitengraden vorkommen, die man von der Haltung als Haustier kennt und denen wir vielleicht schon mal beim Spaziergang begegnet sind. Was die meisten wahrscheinlich nicht wissen: Knapp 42 % aller Säugetierarten sind Nagetiere! Es gibt derzeit mehr als 2.250 bekannte Arten – und viele weitere Arten sind noch nicht einmal richtig erforscht geschweige denn bekannt. Die Nagetiere haben damit den größten Artenreichtum unter den Säugern.

 

Nager findet man aufgrund ihrer guten Anpassungsfähigkeit überall auf der Welt, in sämtlichen Gebieten und in verschiedenen Erscheinungsformen. Die Gemeinsamkeit, die alle Nagetiere haben, sind ihre markanten Nagezähne, die paarweise im Ober- und Unterkiefer wachsen und denen die Tiere auch ihren Namen verdanken.

 

Die Bedeutung von Nagetieren früher und heute

Nager hatten sowohl früher als auch heute für den Menschen die unterschiedlichsten Bedeutungen. Als Beispiel kommt einem mit Sicherheit die Pest in den Sinn, Ratten haben damals die Erreger der Pest-Seuche und anderer Krankheiten übertragen. Sie haben auch heutzutage einen umstrittenen Status, wohingegen Mäuse oft eher als der süße und niedliche Gegenpart dargestellt werden. Viele Mäuse haben es wegen ihrer Beliebtheit genauso wie Katzen z. B. in Trickfilme für Kinder geschafft und verkörpern das Gute. Heute verbinden wir mit Nagetieren in erster Linie unsere heimischen Tiere, sowohl diejenigen, welche wir zu Hause halten, als auch diejenigen, die in der Natur leben. Außerdem kommen Nagetiere bei Tierversuchen zum Einsatz, was kontrovers diskutiert wird.

 

Nagetiere als Haustiere

Wie alle anderen Haustiere sind auch Nagetiere im Laufe der Zeit durch Domestizierung zu beliebten Heimtieren geworden. Die Kleintiere sind – neben ihrem putzigen Aussehen – unter anderem deshalb so beliebte Familienmitglieder, weil ihre Haltung verglichen mit anderen Haustieren wie Katzen oder Hunden unkompliziert ist. Sie brauchen wesentlich weniger Platz, können also auch in kleinen Wohnungen gehalten werden, und verursachen in der Regel weniger Kosten.

Nagetiere sind sehr beliebte Haustiere

Die Nager können sich gut in Gesellschaft ihrer Artgenossen beschäftigen, sodass ihnen nicht langweilig wird, wenn man ein paar Stunden nicht zu Hause ist. Die Tierchen sind deswegen unter anderem bei Berufstätigen beliebt, weil die Haltung verglichen mit anderen Haustieren weniger zeitintensiv ist, viele Nager tagsüber sogar lieber schlafen und erst nachts auftauen. Für die Haltung von Nagetieren in der Mietwohnung muss außerdem keine gesonderte Erlaubnis vom Vermieter eingeholt werden, wie es bei Hunden oder Katzen der Fall ist.

 

Vor der Anschaffung eines Nagetiers solltest Du Dir unbedingt über die folgenden Punkte Gedanken machen:

 

Welches Nagetier passt zu mir?

Informiere Dich vor dem Kauf über die Charaktereigenschaften des jeweiligen Nagetiers. Möchtest Du eher ein quirliges Tierchen oder einen Nager, der eine ruhige und gemütliche Wesensart hat? Welches Tier passt am besten zu Dir (bzw. zu Deinen Kindern oder anderen Mitbewohnern, die sich das Tier wünschen) und Deinen persönlichen Umständen? Hier spielen beispielsweise die Größe der Wohnung, Deine Mitbewohner oder Geräusche, die das Tier von sich gibt, eine Rolle. Ist das Tier ein Einzelgänger oder fühlt es sich nur in Gesellschaft von Artgenossen wohl? Bedenke bitte auch, dass Du unter Umständen auf engem Raum mit dem Nager leben wirst und Du ihn immer um Dich herum hast.

 

Kann ich die finanziellen Mittel zur Haltung des Tieres aufbringen?

Jedes Nagetier hat seine ganz speziellen Bedürfnisse in Bezug auf Futter, Haltungsbedingungen etc. Dementsprechend muss für eine artgerechte Haltung des Nagers die nötige Ausstattung besorgt werden, was mit Kosten verbunden ist. Informiere Dich auch hier vor der Anschaffung, welche finanziellen Ausgaben Du einkalkulieren musst (z. B. für Futter, Käfigausstattung, Tierarztbesuche und Pflegeprodukte), damit Du gut planen kannst.

 

Wer versorgt den Nager, wenn ich nicht zu Hause bin?

Solltest Du Dich aus diversen Gründen (z. B. Urlaub, Geschäftsreise) länger als gewöhnlich nicht zu Hause aufhalten, muss gewährleistet sein, dass das Nagetier während dieser Zeit versorgt wird. Es bietet sich an, Freunde, Nachbarn oder Bekannte zu bitten täglich nach dem Tier bzw. den Tieren zu sehen, es zu füttern, zu säubern und sich mit ihm bzw. ihnen zu beschäftigen. Normalerweise ist es auch kein Problem, wenn das Tier in dieser Zeit mitsamt seinem Käfig woanders wohnt. Alternativ bieten sich Tierpensionen an, was mit finanziellen Aufwendungen verbunden ist.

 

Allergierisiko

Es kann vorkommen, dass Du oder jemand in Deinem Haushalt eine Tierhaarallergie entwickelt, was zu schlimmen Symptomen führen und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen kann. Das kann sogar so weit führen, dass ein Zusammenleben mit dem Tier unter einem Dach nicht mehr möglich ist und es deshalb weggegeben werden muss.

 

 

Wir möchten Dir im Folgenden die beliebtesten Nagetiere für Zuhause vorstellen. Du erfährst etwas über die charakterlichen Eigenschaften und die individuellen Bedürfnisse des jeweiligen Nagers sowie über die Kosten, die mit der Haltung des Tieres verbunden sind.

Nagetiere müssen verantwortungsvoll gehalten werden

 

Wichtig: Bitte denke daran, dass Nagetiere Lebewesen sind. Die Haltung eines Tieres, egal ob groß oder klein, ist immer eine verantwortungsvolle Aufgabe. Die Anschaffung sollte deshalb gut überlegt sein und nicht aus einer Laune heraus erfolgen. Tiere sollen auch nicht als Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenk herhalten müssen. Es kommt leider viel zu oft vor, dass Tiere wie Spielzeug verschenkt werden und kurz darauf im Tierheim abgegeben oder ausgesetzt werden. Vor allem Kinder können schnell die Lust an einem Haustier verlieren, weshalb die Anschaffung gut durchdacht sein muss.

 

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