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Hunde

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Es wird geschätzt, dass etwa 9,2 Millionen Hunde in deutschen Haushalten leben. Der Hund belegt damit nach der Katze Platz 2 des beliebtesten Haustieres in Deutschland. Weltweit gibt es hunderte verschiedene Hunderassen, eine genaue Zahl ist nicht einheitlich festgelegt. In Deutschland werden am häufigsten Schäferhunde, Dackel, Retriever-Rassen und Terrier-Rassen gehalten.

 

Der Hund als beliebtes Haustier

Die Geschichte & Bedeutung des Hundes

Hunde spielen schon seit langer Zeit sowohl evolutionsgeschichtlich und gesellschaftlich als auch sozial eine tragende Rolle. Abstammend vom Wolf waren sie die ersten Tiere, die vom Menschen domestiziert wurden. Bei allen Hunderassen handelt es sich somit um domestizierte Wölfe, deren Vielfalt von der imposanten Dogge bis zum kleinen niedlichen Schoßhündchen über einen langen Zeitraum durch Züchtung entstanden ist.

 

Bedeutsam wurden Hunde schätzungsweise vor ca. 15.000 Jahren, als der Mensch begann sesshaft zu werden. Man konnte nun in der eigenen Wohnstätte Güter und Besitz anhäufen, die jedoch beschützt werden mussten. Hunde dienten sowohl zum Schutz von Hab und Gut als auch zum Schutz des eigenen Lebens, indem sie darauf trainiert wurden, vor menschlichen Feinden und anderen gefährlichen Raubtieren zu warnen. Auch bei der Jagd haben sich Hunde als nützliche Begleiter erwiesen. Sie wurden außerdem dazu genutzt, andere domestizierte Nutztiere der Landwirtschaft zu beschützen, was den Menschen in wirtschaftlicher Hinsicht ein gesichertes Leben ermöglichte.

 

Hunde als Alltagshelfer

Heutzutage werden sie aufgrund ihrer bemerkenswerten Eigenschaften und Fähigkeiten unter anderem als Rettungs- und Polizeihunde oder als Assistenzhunde in diversen Therapien eingesetzt, um den Menschen – vor allem auch in psychischer Hinsicht – tatkräftig und unterstützend zur Seite zu stehen. Blindenhunde, Signalhunde und Epilepsiehunde beispielsweise ermöglichen es Menschen, trotz Behinderungen am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

 

Große Persönlichkeiten wie Erasmus von Rotterdam und Voltaire bezeichneten den Hund als „des Menschen bester Freund“, an der Sympathie für die Vierbeiner hat sich bis in die heutige Zeit nichts geändert. Ihre große Beliebtheit verdanken Hunde vor allem ihren besonderen charakterlichen Eigenschaften, für viele stellt der Hund sogar einen gleichwertigen Ersatz für einen Partner oder besten Freund dar. Aber was ist es genau, das Hunde für uns so besonders macht? Im Folgenden kriegst Du einen kleinen Überblick über alle wichtigen Infos rund ums Thema Hund.

 

  • Charaktereigenschaften des Hundes
  • Worüber Du Dir vor der Anschaffung eines Hundes Gedanken machen solltest
  • Artgerechte Hundehaltung
  • Pflege des Hundes
  • Erziehung des Hundes
  • Ernährung des Hundes
  • Kosten, die mit der Haltung eines Hundes verbunden sind

 

 

Charaktereigenschaften des Hundes

„Der Hund ist der sechste Sinn des Menschen.” (C. F. Hebbel)

 

„Hunde haben alle guten Eigenschaften des Menschen, ohne gleichzeitig seine Fehler zu besitzen.” (Friedrich II.)

 

„Gib dem Menschen einen Hund und seine Seele wird gesund.” (Hildegard von Bingen)

 

„Wir schenken unseren Hunden ein klein wenig Liebe und Zeit.
Dafür schenken sie uns restlos alles, was sie zu bieten haben.
Es ist zweifellos das beste Geschäft, was der Mensch je gemacht hat.” (Roger Caras)

 

„Der Hund ist ein Ehrenmann; ich hoffe, einst in seinen Himmel zu kommen, nicht in den der Menschen.“ (Mark Twain)

 

„Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen.“ (Ernst R. Hauschka)

 

Hunde besitzen viele wunderschöne Eigenschaften, von denen wir Menschen uns alle etwas abschauen können! Es ist gerade die Wesensart des Hundes, die ihn für den Menschen so anziehend macht und zu einem freundschaftlichen Verhältnis führt. Kaum ein anderes Tier wird derart „vermenschlicht“ wie der Hund.

 

Die herausragendsten Eigenschaften, die einem in Verbindung mit Hunden wahrscheinlich als erstes in den Sinn kommen, sind ihre Treue und Loyalität gegenüber „ihren“ Menschen. Sie stehen einem in jeder Situation zuverlässig und geduldig zur Seite und gehorchen bei entsprechender Erziehung aufs Wort. Sie freuen sich auch über ganz kleine Dinge. Hunde lieben und beschützen uns trotz unserer Fehler, sie haben keine Erwartungen ans uns und sind nicht nachtragend. Aufgrund ihrer ausgeprägten Sinne spüren sie es, wenn es uns schlecht geht, und sie helfen uns so gut es geht durch jede schwere Zeit und stehen uns als Tröster zur Seite. Der Hund ist für den Mensch ein Freund, Partner und Begleiter und hilft vielen über die eigene Einsamkeit hinweg.

Der Hund als Freund und Partner des Menschen

 

Hunde haben eine derart positive Wirkung auf Menschen, dass sie unterstützend bei der Heilung von seelischen und körperlichen Krankheiten eingesetzt werden. Therapiehunde und Assistenzhunde schenken vielen Menschen mehr Lebensqualität, was keine Tablette dieser Welt schaffen würde. Hunde interagieren mit dem Mensch und ergänzen ihn in vielerlei Hinsicht. Es verwundert daher nicht, dass der Hund als „des Menschen bester Freund“ bezeichnet wird!

 

 

Worüber Du Dir vor der Anschaffung eines Hundes Gedanken machen solltest

 

Verantwortung für viele Jahre

Wie alt ein Hund werden kann, ist von der jeweiligen Rasse abhängig und kann deshalb sehr schwanken. Im Durchschnitt werden Hunde 10 – 13 Jahre alt. Hunde bedeuten eine große Verantwortung sowohl dem Tier als auch den Mitmenschen gegenüber. Die Haltung eines Hundes ist mit hohen Kosten verbunden, die im Vorhinein auf jeden Fall einkalkuliert werden müssen. Du musst Dir vor der Anschaffung sehr gut überlegen, welcher Hund zu Dir und Deinen Lebensumständen überhaupt passt. Denn jede Hunderasse hat ihre Eigenheiten und spezielle Bedürfnisse, die Du kennen solltest.

 

Wenn Du Dir zum ersten Mal einen Hund anschaffen möchtest, könntest Du beispielsweise ein älteres Tier aus dem Tierheim adoptieren, das schon erzogen ist, auf diesem Gebiet hat man als „Neuling“ ja noch keine Erfahrung. Du tust dem Hund damit einen großen Gefallen, weil Du ihm noch angenehme Lebensjahre schenkst, außerdem kannst Du dadurch herausfinden, ob Dir das Halten von Hunden mit allem, was dazu gehört, überhaupt liegt und Du Dir vorstellen kannst einen Hund von klein auf groß zu ziehen.

 

Krankheit des Hundes

Denke bitte auch daran, dass Hunde wie alle Lebewesen krank werden können, was mit großen finanziellen Belastungen verbunden sein kann. In manchen Fällen kann man die Tiere von ihren Leiden nur durch Einschläfern erlösen. Dir muss von Anfang an bewusst sein, dass der Tod des Tieres von Natur aus dazu gehört.

 

Die folgenden Punkte solltest Du unbedingt in Deine Überlegungen mit einbeziehen:

 

Geschlecht

Willst Du Dir eine Hündin oder einen Rüden anschaffen? Beide Geschlechter haben ihre Eigenheiten, über die Du Dich vorher genauestens informieren solltest. Da Du mit dem Tier in der Öffentlichkeit auftrittst und sich ein Rüde anders als eine Hündin verhält, ist diese Entscheidung sehr wichtig. Mache Dir auch frühzeitig über das Thema Kastration Gedanken, wenn Du nicht vor hast zu züchten.

 

Rasse

Welche Hunderasse gefällt Dir? Wenn Du diese Frage für Dich beantwortet hast, musst Du Dich als nächstes fragen: Passt diese Rasse zu Dir als Person, zu Deinem Leben und zu Deinen persönlichen Umständen? Kannst Du dem Tier das bieten, was es für eine artgerechte Haltung braucht? Manche Hunderassen brauchen aufgrund ihrer Größe viel Platz, andere brauchen sehr viel Auslauf oder eine spezielle Fellpflege. Unter Hunden gibt es eine Vielfalt an Rassen wie bei kaum einem anderen Tier. Das gilt sowohl für körperliche Merkmale wie Größe, Aussehen und Länge des Fells als auch für die charakterlichen Merkmale. Es ist unbedingt erforderlich, dass Du Dich vor der Anschaffung intensiv über die entsprechende Rasse und deren Bedürfnisse informierst. Überstürze Deine Entscheidung nicht, nur weil dir z. B. das Aussehen eines Hundes zuspricht.

 

Kosten

Ein Hund ist mit vielen verschiedenen Kosten verbunden. Es kommen einmalige und laufende Kosten auf Dich zu, die Du unbedingt berücksichtigen musst. Genaueres hierzu findest Du unten unter dem Punkt „Kosten“.

 

Erlaubnis zur Haltung eines Hundes vom Vermieter einholen

Beachte bitte auch, dass Du für die Haltung eines Hundes in einer Mietwohnung die Erlaubnis Deines Vermieters benötigst. Informiere Dich vor dem Kauf des Hundes, ob Du überhaupt einen Hund in der Wohnung halten darfst. Die Tierhaltung in einer Mietwohnung ist gewöhnlich im Mietvertrag geregelt, ansonsten kannst Du deinen Vermieter einfach mal auf das Thema ansprechen. Wenn Du Dich frühzeitig informierst, kann Dir das unter Umständen erhebliche Probleme ersparen.

 

Einfluss der Hundehaltung auf Deine Umgebung

Die Haltung eines Hundes verändert Dein eigenes Leben und beeinflusst automatisch auch Dein näheres Umfeld. Der Hund ist schließlich Tag und Nacht an deiner Seite. Im Gegensatz zu einer Katze oder einem Nagetier bewegst Du Dich mit dem Hund in der Öffentlichkeit. Nachbarn, Passanten, Freunde, Bekannte und andere Hunde kommen mit dem Tier in Berührung. Denke auch daran, dass nicht jeder Mensch Hunden gegenüber positiv gesinnt ist. Achte darauf, dass der Hund gut erzogen ist, damit Du Dich mit ihm ohne Probleme außerhalb der Wohnung bewegen kannst. Tipps hierfür findest Du unter dem Punkt „Erziehung“.

 

Versorgung des Hundes während Deiner Abwesenheit

Leider ist die Mitnahme von Hunden nicht immer und überall erlaubt. Es wird vorkommen, dass Du aus diversen Gründen (Urlaub, Geschäftsreise etc.) für eine längere Zeit mal nicht zu Hause sein wirst und Du den Vierbeiner nicht mitnehmen kannst. In dieser Zeit muss die Versorgung des Hundes trotzdem gewährleistet sein. Wenn Du nur für kurze Zeit nicht daheim bist, könntest Du eine Vertrauensperson, beispielsweise deinen Nachbar, Freunde oder die Eltern, bitten regelmäßig nach dem Tier zu sehen, es zu füttern, mit ihm Gassi zu gehen und sich intensiv mit ihm zu beschäftigen. Der Hund sollte die Person kennen und gut auf sie zu sprechen sein. Sofern Du für einen längeren Zeitraum nicht zu Hause bist, solltest Du dafür sorgen, dass der Hund in dieser Zeit anderweitig unterkommt. Hunde brauchen sehr viel Aufmerksamkeit und sozialen Kontakt, der Vierbeiner braucht Bezugspersonen, denen er ähnlich nahe steht wie Dir. Wichtig ist, dass sich der Hund wohl fühlt, beschäftigt wird und nicht unter Deiner Abwesenheit leidet.

 

Als weitere Möglichkeiten für eine Unterbringung und Versorgung bieten sich Tierpensionen oder Tiersitter an. Solltest Du stundenweise nicht zu Hause sein, gibt es kleine Hilfsmittel wie beispielsweise automatisierte Futterspender, dank derer der Hund sein Futter zu einer festgelegten Zeit bekommt. Wie das funktioniert, erfährst Du hier. +++ Beachte bitte, dass der Hund schrittweise daran gewöhnt werden muss, alleine zu sein, und das auch nur für wenige Stunden!

 

Allergierisiko

Es kann vorkommen, dass Du oder jemand in Deinem Haushalt eine Hundeallergie entwickelt. Diese äußert sich durch viele unterschiedliche Symptome, vom leichten Kratzen im Hals bis hin zur Atemnot, die das Leben je nach Intensität sehr beeinträchtigen können. Im schlimmsten Fall musst Du den Hund abgeben. Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob eine Tierhaarallergie vorliegt, solltest Du das auf jeden Fall ärztlich abklären lassen.

 

Überlege Dir, woher Du den Hund beziehen willst

Mache Dir zuerst Gedanken darüber, welchen Hund Du haben möchtest (Rasse, Charaktereigenschaften etc.), und informiere Dich dann, woher Du diesen Hund am besten beziehen kannst.

 

Wenn Du ein Anfänger in Sachen Hundehaltung bist, bietet es sich an, einen Hund aus dem Tierheim zu adoptieren. Die Mitarbeiter des Tierheims werden darauf achten, dass der Hund auch zu Dir passt, sie kennen die Eigenschaften und die Wesensart des Tieres schließlich sehr gut und wissen, ob ihr zusammenpasst. Das Tier wird es Dir danken, dass Du ihm ein neues Zuhause schenkst.

 

Möchtest Du einen Hund von einem Züchter, solltest Du ein paar Dinge beachten. Hier gibt es nämlich leider sehr viele schwarze Schafe. Informiere Dich vorher, was ein Welpe der jeweiligen Rasse üblicherweise kostet. Wird ein Tier sehr günstig angeboten, solltest Du misstrauisch werden. Ein Tier von einem guten Züchter kann schon mal etwas mehr kosten, dafür hast Du die Gewissheit, dass mit dem Tier alles in Ordnung ist. Ein seriöser Züchter wird auch kein Problem damit haben, dass Du die Welpen bei ihm zu Hause besuchen kannst, um Dir selbst ein Bild davon zu machen, dass die Tiere in einer hundefreundlichen Umgebung leben und es ihnen gut geht. Besondere Vorsicht ist bei Käufen über das Internet geboten. Tiere werden dort oft lieblos wie Objekte gehandelt, das Wohl des Tieres ist dabei nebensächlich. Von solchen Käufen sollte man deshalb Abstand nehmen. Es handelt sich schließlich um Lebewesen, die eine entsprechende respektvolle Behandlung verdienen.

 

 

Artgerechte Hundehaltung

Jede Hunderasse hat spezifische Bedürfnisse, über die man sich als Halter unbedingt informieren muss. Nur so ist gewährleistet, dass dem Hund auch das geboten werden kann, was er für eine artgerechte Haltung und ein glückliches Hundeleben braucht.

 

Gestaltung der Wohnung

Hunde haben von Natur aus einen enormen Bewegungsdrang, weshalb generell eine Wohnung oder ein Haus notwendig ist, in dem sich der Hund frei bewegen kann. Der Vierbeiner braucht sein persönliches Plätzchen mit beispielsweise einem Körbchen oder einer Kuscheldecke und mindestens einem Lieblingsspielzeug, wo er sich wohl fühlt, seine Ruhe hat und wohin er sich jederzeit zurückziehen kann. Außerdem sollte man darauf achten, dass der Platz nicht starken Temperaturschwankungen (z. B. starke Sonneneinstrahlung, Zugluft am Fenster etc.) ausgesetzt ist, damit das Tier nicht krank wird (…das gilt übrigens auch dann, wenn man den Hund beispielsweise während des Einkaufens im Auto lässt oder vor dem Einkaufsladen anbindet! Das wird leider sehr oft und schnell vergessen, die Tiere müssen in dieser Zeit in der prallen Sonne oder bei Eiseskälte ausharren, was nichts mit artgerechter Haltung zu tun hat).

 

Wenn Du einen Garten besitzt, in dem die Fellnase die Möglichkeit hat sich auszutoben, musst Du darauf achten, dass das Grundstück eingegrenzt ist und der Hund nicht weglaufen kann. Nimm bitte auch Rücksicht auf die Nachbarn, nicht jeder ist ein Fan von herumtollenden, bellenden Hunden. Sofern Du im Garten zusätzlich eine Hundehütte aufstellen möchtest, achte darauf, dass sie groß genug für den Hund ist und er sehr gut gegen Wind, Kälte und Hitze geschützt ist. Eine kuschelige Decke und Spielzeug sind auch hier natürlich nie verkehrt.

 

Täglicher Auslauf

Ein Hund muss sich unbedingt bewegen, das liegt in der Natur der Dinge. Der tägliche, regelmäßige Auslauf mit dem Hund ist ein Muss! Wie viel Bewegung der Hund benötigt, hängt von der jeweiligen Rasse ab. Manche Rassen rennen am liebsten die ganze Zeit, andere laufen lieber gemütlich, manche sind selbst nach stundenlangem Herumtoben noch nicht ausgepowert, andere hingegen werden schon nach kurzer Zeit müde und haben genug vom Spazierengehen. Das ist von Rasse zu Rasse und individuell von Hund zu Hund verschieden. Denke bitte auch daran, dass ein Hund bei jedem Wetter mindestens drei Mal täglich raus muss! Da macht es keinen Unterschied, ob es in Strömen regnet oder 35 Grad Celsius im Schatten hat. Der Hund sollte nach Möglichkeit ohne Leine und ohne Zwang laufen, um sich zu entspannen. Während des Auslaufs erledigt der Hund sein Geschäft, er kann sich austoben und überschüssige, angestaute Energie abbauen. Das ist deshalb so wichtig, weil sich das Tier andernfalls langweilt und unausgeglichen werden könnte, was zu unangenehmen Verhaltensweisen führen kann.

 

Hunde brauchen unbedingt sozialen Kontakt zu Artgenossen

Sozialer Kontakt

Hunde sind sehr soziale Wesen. Sie brauchen sozialen Kontakt sowohl zu Artgenossen als auch zu Menschen. Beim Spazierengehen trifft der Hund auf andere Vierbeiner, mit denen er nach Herzenslust herumtollen kann. Vorsicht ist geboten, wenn der Hund auf fremde Hunde trifft. Nicht jeder Hund versteht sich automatisch mit seinen Artgenossen, weshalb es anfangs ratsam ist, wenn die Hunde angeleint im Beisein der Besitzer aufeinander treffen.

 

Gehorsamstraining

Eine bedeutende Rolle spielt das Gehorsamstraining. Es bietet sich an, den Auslauf für die effektive Erziehung des Hundes zu nutzen. Der Hund muss sicher in der Öffentlichkeit geführt werden, er darf keine Personen oder andere Hunde attackieren. Während des Spaziergangs kann man verschiedene Kommandos wie beispielsweise Sitz, Platz oder Beifuß trainieren. Das gewährleistet einerseits ein sicheres Führen und Auftreten des Hundes in der Öffentlichkeit, andererseits wird der Hund dadurch auch geistig gefordert. Außerdem stärkt es die Verbindung und das Vertrauen zwischen Hund und Mensch. Wichtig ist, dass man den Hund belohnt, wenn er gehorcht. Er verbindet mit der Übung dann automatisch etwas Positives, hat ein Erfolgserlebnis und wird es auch in Zukunft gerne wieder tun. Zur Belohnung bieten sich kleine Leckerlies wie diese an +++, wobei man mit den Leckerlies aber nicht übertreiben sollte. Sie sollen für den Hund etwas Besonderes sein, das es nur zur Belohnung gibt.

 

Wichtig ist, dass der Hund immer Hund sein darf mit dem für seine Rasse spezifischem Verhalten. Er muss seinen persönlichen Bedürfnissen entsprechend behandelt werden und darf nicht zu sehr vermenschlicht werden. Ein Hund soll wie ein Hund leben dürfen.

 

 

Pflege des Hundes

Die richtigen Pflege- und Hygienemaßnahmen sind ein sehr wichtiges Thema beim Hund. Das Tier ist schließlich den ganzen Tag den verschiedensten Einflüssen ausgesetzt, die richtige Pflege ist deshalb unerlässlich und trägt wesentlich zur Gesundheit der Fellnase bei. Manche Hunde benötigen mehr Pflege als andere, auch hier ist wieder die Rasse unter anderem wegen der Länge des Fells ausschlaggebend. Ein Hund, der gerne durch Pfützen oder Gestrüpp springt, braucht ebenfalls eine intensivere Pflege als gewöhnlich.

 

Fellpflege

Das Fell des Hundes signalisiert, ob es dem Vierbeiner gut geht. Das ist bei uns Menschen ja ähnlich. Die Haare spiegeln die Gesundheit wieder, gesunde Haare sind ein Zeichen dafür, dass es uns gut geht. Je länger das Hundehaar, desto größer ist die Gefahr, dass es verfilzt, und umso mehr Pflege benötigt es deshalb. Langhaarige Hunde sollten am besten jeden Tag gekämmt bzw. gebürstet werden. Wenn der Fellwechsel ansteht, kann es auch ruhig mal öfter als sonst sein, der Hund verliert ja schließlich mehr Fell, das ausgebürstet werden muss. Bei der Fellpflege solltest Du immer kontrollieren, ob sich nicht Parasiten oder andere unerwünschte Dinge im Fell verfangen haben. Ganz weit oben auf der Liste der unerwünschten Schmarotzer stehen die Zecken. Diese können schwerwiegende Krankheiten mit Folgeschäden verursachen, weshalb man hier unbedingt vorbeugen muss, damit es gar nicht erst so weit kommen kann. Ein Hilfsmittel hierfür ist z. B. ein Zeckenhalsband. +++

 

Die richtige Körperpflege beim Hund ist sehr wichtig für seine GesundheitBaden

Natürlich kannst Du den Vierbeiner auch baden, wenn es erforderlich ist. Das ist beispielsweise dann nötig, wenn er sich im Dreck ausgetobt und gewälzt hat, was hinterher oft mit unangenehmen Gerüchen verbunden ist. Nicht jeder Hund badet automatisch gerne, weshalb man ihn ggf. langsam daran gewöhnen muss. Andere Hunde wiederum lieben ein ausgiebiges Bad, das ist von Hund zu Hund verschieden. Zum Baden solltest Du ein mildes Shampoo verwenden, das speziell für Hunde gemacht ist. Eine Auswahl an schönen Pflegeprodukten für Deinen Hund findest Du hier. +++

 

Pflege der Pfoten und Kontrolle der Krallen

In regelmäßigen Abständen musst Du überprüfen, ob die Pfoten des Hundes in Ordnung sind. Sollte sich etwas zwischen den Ballen abgesetzt haben, müssen die Pfoten sauber gemacht werden, damit sich keine Entzündungen, beispielsweise durch Risse, bilden können. Eventuell müssen auch mal die Krallen geschnitten werden, das kommt auf die individuellen Umstände an, z. B. auf welchem Untergrund der Hund die meiste Zeit läuft und ob sich dadurch die Krallen auf natürliche Weise abnutzen. Am besten ist es, wenn Du diesbezüglich den Tierarzt fragst, da man viel falsch machen kann, wenn man selbst die Krallen schneiden möchte und noch keine Erfahrung auf diesem Gebiet hat. Deshalb einfach beim Tierarztbesuch mal ansprechen.

 

Zahnpflege

Die Zähne solltest Du mindestens 1 x pro Woche auf Auffälligkeiten kontrollieren. Geruch, Zahnbelag und Verfärbungen können darauf hindeuten, dass etwas mit dem Gebiss nicht in Ordnung ist. Wenn der Hund nichts mehr frisst, kann das beispielsweise ein Anzeichen für Zahnprobleme sein. Das kennen wir von uns Menschen ja selbst: Bei Zahnschmerzen schmeckt einem einfach nichts mehr. Dem Hund geht es genauso. Hundezahnbürsten und Ergänzungsfutter zur Unterstützung der Zahnpflege des Hundes findest Du hier. +++

 

Ohrenpflege

Auch die Hundeohren müssen mindestens 1 x pro Woche kontrolliert werden, da sie anfällig für Schmutz und Parasiten sind. Das ist besonders wichtig bei Hunden mit hängenden Ohren. Wenn die Ohren gereinigt werden müssen, kannst Du sie ganz sanft und vorsichtig mit einem Tuch sauber machen. Verwende bitte keine Wattestäbchen oder spitzen Gegenständen! Hundeohren sind sehr empfindlich.

 

Augenpflege

Die regelmäßige Kontrolle der Augen gehört ebenfalls dazu. Tränende oder verklebte Augen beispielsweise können ein Signal dafür sein, dass etwas nicht in Ordnung ist. Im Zweifelsfall bitte immer den Tierarzt konsultieren!

 

Zusätzlicher Nebeneffekt: Stärkung des Vertrauens

Die Pflege des Hundes intensiviert das Vertrauen zwischen Tier und Mensch. Ein Hund, der dem Mensch vertraut, lässt sich in der Regel ohne Probleme bürsten und untersuchen. Für manche Hunde ist das regelmäßige Bürsten sogar ein beliebtes Wellnessprogramm, das sie in vollen Zügen genießen und von dem sie nicht genug kriegen können. Am besten ist es, wenn man mit dem Pflegeprogramm schon im Welpenalter beginnt. Der Hund gewöhnt sich dadurch nämlich daran, auch an empfindlichen Stellen wie den Ohren oder den Pfoten angefasst zu werden. Je früher man damit beginnt, desto besser. Ein wichtiger Punkt sowohl für das Tier als auch für den Mensch beim Thema Hygiene ist außerdem, dass die Ausscheidungen des Hundes, am besten in einem kleinen Säckchen, entsorgt werden müssen. Damit es dem Vierbeiner rundum gut geht, müssen selbstverständlich regelmäßige Besuche beim Tierarzt mit auf dem Programm stehen.

 

 

Erziehung des Hundes

Als Halter bist Du für das Verhalten und das Tun Deines Hundes verantwortlich. Wie sich Dein Hund in der Öffentlichkeit und in den eigenen vier Wänden gegenüber anderen Tieren und Menschen verhält, sagt sehr viel über Dich aus. Denn alles, was Dein Hund tut, geht auf Dich zurück. Umso wichtiger ist es dafür zu sorgen, dass Dein Hund so früh wie möglich eine gute Erziehung genießt. Ein folgsamer Hund sorgt für ein angenehmes Miteinander und eine entspannte Atmosphäre. Manche Hunde sind schwerer zu erziehen als andere, hier ist jeder Hund mit seinem Charakter und seinen Wesensmerkmalen einzigartig. Dementsprechend muss das Training auch speziell auf das Tier abgestimmt werden.

 

Individuelles Training

Jeder Hund hat seine Eigenheiten und Macken, das ist genauso wie bei uns Menschen. Deshalb benötigt jeder Vierbeiner auch eine individuelle Erziehung. Man muss je nach Fall mit verschiedenen Ansätzen und unterschiedlichem Tempo arbeiten. Grundsätzlich gilt: Beginne so früh wie möglich mit der Erziehung! Je früher, desto besser. Idealerweise fängst Du schon im Welpenalter mit dem Training an, dabei kann der natürliche Spieltrieb des jungen Hundes nämlich sehr gut zur Erziehung ausgenutzt werden. Bei älteren Hunden solltest Du sofort mit dem Training beginnen, sobald der Hund im Haus ist. Es müssen von Anfang an generelle Regeln aufgestellt werden, an die der Hund sich zu halten hat. Ihm muss von Beginn an klar gemacht werden, dass unangenehmes Verhalten wie beispielsweise das Springen auf Sofas und Betten, das Betteln am Tisch, lautes Bellen und Kläffen zu Hause oder auf der Straße, das Ziehen an der Leine oder das Hochspringen an anderen Hunden oder Menschen nicht toleriert werden. Manche Hunde neigen auch dazu, Menschen über das Gesicht oder die Hände zu lecken, was aus Sicht des Hundes zwar eine liebevolle Geste ist, viele Personen aus hygienischen Gründen jedoch nicht möchten.

 

Konsequent bleiben

Das Training mit dem Hund muss konsequent durchgezogen werden, damit sich Erfolge einstellen können. Es bringt nichts, wenn man nur ab und zu übt, so kann es nämlich zu keinem Lerneffekt kommen. Man darf nichts durchgehen lassen, das merkt sich der Hund. Er muss seine Grenzen ganz klar kennen, damit schlechte Angewohnheiten gar nicht erst entstehen können. Es ist sehr mühselig, erlernte Verhaltensweisen wieder abzugewöhnen, wenn das Tier sie erst einmal hat. Das ist wie bei kleinen Kindern. Der Hund darf allerdings auch nicht mit Kommandos überschüttet werden. Man sollte ihm nur so viel zumuten, wie er auf einmal schafft, und ihn dabei nicht überfordern. Auf keinen Fall darf man das Tier anschreien oder Gewalt anwenden! Das würde den Hund nur einschüchtern und verwirren. Der Hund ist ein Lebewesen, das man mit Respekt zu behandeln hat.

 

Die wichtige Rolle von Belohnungen

Sowohl dem Hund als auch dem Herrchen muss die Erziehung Spaß machen. Es ist daher wichtig, dass man dem Tier das Training stressfrei und spielerisch beibringt. Belohnungen wie beispielsweise Leckerlies oder Lob in angenehmem Tonfall und Streicheleinheiten haben bei der Erziehung eine große Bedeutung. Der Hund muss in genau demselben Moment, in dem er etwas richtig gemacht hat, belohnt werden, damit er weiß, dass er für genau diesen Gehorsam belohnt wird. Dadurch sieht er den Zusammenhang zwischen dem Gehorchen und der Belohnung, und das merkt er sich dann für die Zukunft. Für Hunde sind in erster Linie der Tonfall und die menschliche Körpersprache von entscheidender Bedeutung, verstehen tun sie unsere Sprache ja nicht. Deswegen ist es enorm wichtig darauf zu achten, mit welcher Stimmlage man die Kommandos gibt. Die Anweisungen sollten kurz sein, man muss dem Hund keine Vorträge halten.

 

Abwechslungsreiches Training

Bei der Erziehung darf man keine Wunder erwarten. Angewohnheiten werden nach und nach antrainiert, man fängt wie immer klein an und steigert sich. Einen guten Lerneffekt hat es auch, wenn man mit Bekannten oder anderen Hunden üben kann und Situationen simuliert, in denen der Hund noch Schwierigkeiten mit dem Gehorsam hat. Das Training sollte abwechslungsreich gestaltet und systematisch aufgebaut sein, damit der Hund nicht immer nur das gleiche tun muss und sich bald langweilt. Tipps und Anregungen für ein abwechslungsreiches Hundetraining findest Du beispielsweise hier. +++

 

Hundeschulen

Eine schöne Möglichkeit, unter fachmännischer Aufsicht mit dem Hund zu trainieren, bieten Hundeschulen. Hund und Herrchen lernen hier, wie sie miteinander umzugehen haben und am besten kommunizieren. Falls Du nicht viel Zeit hast oder sich in Deiner unmittelbaren Nähe keine Hundeschule befindet, sind Online-Kurse eine schöne Möglichkeit, sich fachmännische Tipps zum Thema Hundeerziehung zu holen. +++

 

Üben, üben, üben 🙂

Dem Hund kann das Lernen nur dann Spaß machen, wenn man selbst Spaß daran hat und entspannt ist. Die Atmosphäre, die im Training herrscht, überträgt sich auf den Hund. Am wichtigsten ist wie so oft im Leben: Geduld. Geduld und Übung sind die Schlüssel zum Erfolg. Wenn nicht alles auf Anhieb klappt, darfst Du nicht frustriert sein. Wichtig ist, einfach immer weiter zu üben, bis es klappt. Die Übung ist es ja, was bekanntlich den Meister macht.

 

 

Ernährung des Hundes

 

Abwechslungsreiche, individuelle Ernährung

Es ist wichtig, dass der Hund abwechslungsreich und ausgewogen ernährt wird. Auch hier ist auf die speziellen Bedürfnisse der Rasse und des Hundes als Individuum einzugehen. Der Hund muss mit der Nahrung alle lebensnotwendigen Nährstoffe, d. h. Proteine, Kohlenhydrate, Fette, Vitamine und Spurenelemente erhalten. Die Nahrung darf nicht einseitig sein, da dies zu Mangelerscheinungen führen kann. Neben der Rasse des Hundes spielen noch viele andere Faktoren wie z. B. das Alter, Geschlecht oder Krankheiten eine Rolle, wenn es darum geht, was und wie viel dem Hund gefüttert werden muss und welche Nährstoffe er speziell benötigt. Ein Hund, der beispielsweise sehr aktiv ist, verbraucht vergleichbar mehr Energie als ein kleines Hündchen, das sich wesentlich weniger bewegt. Er braucht deshalb dementsprechend mehr energiereiche Nahrung.

 

Die richtige Ernährung ist wichtig für die Gesundheit des Hundes. Vorsicht ist bei zuckerhaltigen Leckerlies geboten

 

Die Ernährung muss immer auf den einzelnen Hund und seine Bedürfnisse und Lebensumstände abgestimmt sein. Sowohl eine Unterversorgung als auch eine Überversorgung mit bestimmten Nährstoffen können dem Tier auf Dauer schaden.

 

Hunde sind Allesfresser

Der Hund ist wie sein Vorfahre Wolf ein Allesfresser, das heißt er frisst seine Beute komplett mitsamt dem Mageninhalt, der bei den Beutetieren oft aus pflanzlicher Nahrung besteht. Der Körper und das Gebiss des Hundes sind jedoch zum Fleisch fressen konzipiert. Die Nahrung sollte deshalb auf Fleisch basieren, ab und zu kann der Hund auch pflanzlich ernährt werden. Welches Futter speziell für deinen Hund geeignet ist (Nass- oder Trockenfutter, Frischfleisch etc.) und welches nicht, solltest du beim Tierarzt abklären lassen.

 

Qualitativ hochwertiges Hundefutter gibt es im Fachhandel. Du kannst deinem Hund das Fressen aber natürlich auch selbst zubereiten. Tolle Rezepte und Anregungen für ausgefallene Hundeleckereien findest du beispielsweise in Hundekochbüchern. +++

 

Wie oft muss der Hund gefüttert werden?

Das hängt vom Alter und von den Umständen jedes Hundes ab. Der ausgewachsene Hund sollte in der Regel einmal am Tag gefüttert werden. Dem Hund muss zusätzlich zum Futter auch jederzeit frisches Wasser zur Verfügung stehen. Das Futter sollte immer zu regelmäßigen Zeiten, beispielsweise immer mittags, gegeben werden, damit sich der Hund darauf einstellen kann wann er sein Futter bekommt und sich an die Zeiten gewöhnt, außerdem unterstützt das Füttern zu geregelten Zeiten die Verdauung des Hundes. Welpen und heranwachsende Hunde werden öfter gefüttert, wobei die Rationen nach und nach verringert werden. Der Hund soll während und nach dem Essen Ruhe haben.

 

Wichtig: Bitte nicht übertreiben mit dem Füttern! Viele überfüttern ihren Hund, weil sie meinen, dem Hund damit etwas Gutes zu tun. Leider ist das Gegenteil der Fall, ihnen ist nicht bewusst, wie sehr sie dem Hund damit schaden. Das gilt übrigens auch für Leckerlies; es muss bei der Futterration immer mit berücksichtigt werden, wenn schon Leckerlies gefüttert wurden. Überfütterung kann beim Hund zu Übergewicht und Krankheiten führen.

 

Auffälliges Verhalten während oder nach dem Fressen

Wenn der Hund nach dem Fressen untypische Symptome wie Durchfall, Übergeben, ständiges Jucken oder Reaktionen auf der Haut bzw. am Fell zeigt, kann es sein, dass er das Fressen nicht verträgt oder allergisch auf Bestandteile reagiert. In so einem Fall musst du unbedingt den Tierarzt zu Rate ziehen. Er ist Spezialist und weiß, was für den Hund in der jeweiligen Situation am besten ist. Dasselbe gilt natürlich auch für den Fall, dass der Hund die Nahrungsaufnahme verweigert.

 

 

Kosten, die mit der Haltung eines Hundes verbunden sind

Einen Hund zu halten ist nicht gerade günstig. Dir muss bereits vor der Anschaffung des Hundes bewusst sein, dass einige Kosten auf Dich zukommen werden, die Du einkalkulieren musst. Frage Dich bitte auch, ob es Dir finanziell überhaupt möglich ist, einen Hund zu halten. Wir haben Dir eine kleine Übersicht über die anfallenden Kosten zusammengestellt, damit Du eine Vorstellung davon bekommst, welche Ausgaben mit der Hundehaltung verbunden sind:

 

Anschaffungskosten

Die Kosten für die Anschaffung des Hundes können sehr stark variieren und sind unter anderem davon abhängig, woher Du den Hund beziehst oder welche Rasse Du haben möchtest. Einen Hund aus dem Tierheim kriegt man ab ca. 150 € aufwärts. Ein reinrassiger Welpe vom Züchter kann dagegen locker mal mehrere tausend Euro kosten. Anschaffungskosten sind einmalige Kosten.

 

Grundausstattung 

Zur Basis-Grundausstattung für die Haltung eines Hundes gehören Futter- und Trinknäpfe, ein Hundekörbchen mit Decken, eine Transportbox, Spielzeug, Leine und Halsband/Hundegeschirr, Kotbeutel und Pflegeprodukte wie Bürsten, Shampoo, Zeckenzange und eine kleine Hausapotheke für den Hund. Alle Artikel gibt es günstig im Tierfachhandel und im Internet +++ Die Grundausstattung bekommst Du ab ca. 100 € aufwärts, wobei es hier preislich große Unterschiede gibt, je nachdem für welche Produkte und Qualität Du Dich entscheidest. Eine große Auswahl an vielen verschiedenen Artikeln, die in keinem Hunde-Haushalt fehlen dürfen, findet Du hier +++ Grundsätzlich handelt es sich um einmalige Kosten, die zu Beginn der Anschaffung anfallen. Da es hier um Artikel geht, die sich mit der Zeit durch Gebrauch abnutzen, muss das ein oder andere jedoch auch mal nachgekauft werden.

 

Laufende Kosten

Die laufenden Kosten umfassen alle Ausgaben, die regelmäßig in Verbindung mit der Hundehaltung anfallen. Dazu gehört der Kauf von Futter sowie regelmäßige Tierarztbesuche (z. B. Impfungen, Wurmkuren), die Hundesteuer und evtl. eine Haftpflichtversicherung für Hunde. Beim Futter solltest Du auf eine gute Qualität achten! Was der Hund frisst, hat schließlich einen großen Einfluss auf seinen gesundheitlichen Zustand. Grob kannst Du für Futter zwischen 20 € und 50 € pro Monat einkalkulieren.

 

Hundesteuer

Die Hundesteuer kommt einem im ersten Moment vielleicht gar nicht in den Sinn, wenn es um die Anschaffung eines Hundes geht. Sie muss bei der Kostenkalkulation jedoch unbedingt berücksichtigt werden. Es handelt sich um einen regelmäßig anfallenden Betrag, sodass dieser Posten auch zu den laufenden Kosten gehört. Die Hundesteuer ist eine Gemeindesteuer, die jeder Hundehalter zu entrichten hat. Wenn Du dir einen Hund anschaffen willst, kommst Du also gar nicht um die Hundesteuer herum. Jeder Hund, der privat im Haushalt gehalten wird, ist meldepflichtig. Das bedeutet, Du musst den Hund anmelden, bei Verstößen droht ein Bußgeld. Die Höhe der Steuer ist dabei von Gemeinde zu Gemeinde sehr unterschiedlich und reicht von ca. 50 €- 200 € pro Jahr, hier spielen unter anderem die Größe und die Rasse (für Hunde, die als gefährlich eingestuft werden, ist die Hundesteuer deutlich höher!) eine Rolle. Informiere Dich einfach vor der Anschaffung bei der entsprechenden Behörde, wie hoch die Hundesteuer für den jeweiligen Hund ist. Erkundige Dich bitte auch, ob in Deinem Bundesland die Pflicht besteht, Deinen Hund mit einem Mikrochip chippen zu lassen, der Kostenpunkt liegt hier einmalig zwischen 30 € und 50 €.

 

Haftpflichtversicherung

Eine Haftpflichtversicherung für Hunde ist in manchen Bundesländern verpflichtend. Aber auch, wenn sie in Deinem Bundesland keine Pflicht sein sollte, ist sie auf jeden Fall sinnvoll. Es kann immer mal passieren, dass Dein Hund versehentlich im Eifer des Gefechts etwas kaputt macht oder Personen irgendwie zu Schaden kommen. Du musst auch bedenken, dass du Dich mit dem Hund in der Öffentlichkeit bewegst und von vielen anderen Menschen und Straßenverkehr umgeben bist. Sollte mal etwas sein, bist Du mit der Haftpflichtversicherung finanziell auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Haftpflichtversicherungen für Hunde gibt es ab ca. 60 € pro Jahr, es handelt sich damit auch um laufende Kosten. Die Kosten richten sich letztendlich danach, was genau man versichern lassen will und können dementsprechend höher ausfallen. Über Hundehaftpflichtversicherungen kannst Du Dich hier informieren. +++

 

Hundeschule

Der Besuch einer Hundeschule mit Deinem vierbeinigen Freund bietet sich beispielsweise an, wenn Du noch nicht viel Erfahrung in der Hundehaltung hast oder wenn Du wissen willst, wie Du mit Deinem Hund noch besser kommunizieren kannst. Wie häufig Du die Hundeschule besuchst und wie hoch die Kosten dann letztendlich ausfallen, richtet sich also danach, was Du mit dem Besuch der Hundeschule bezwecken willst. Erkundige Dich vorab einfach bei einer Hundeschule vor Ort. Wenn sich in Deiner Nähe keine Hundeschule befindet oder Dir der Besuch zeitlich nicht möglich ist, bieten sich alternativ auch Online Kurse wie dieser hier +++ an, um mehr über Hunde zu lernen.

 

Tierpension & Tiersitter

Es kann vorkommen, dass Du für einen längeren Zeitraum (z. B. aufgrund von Urlaub, Geschäftsreisen oder Krankenhausaufenthalten) nicht zu Hause bist und den Hund nicht mitnehmen kannst. In solchen Fällen musst Du für eine anderweitige Betreuung beispielsweise durch Tierpensionen oder Tiersitter sorgen, was abhängig vom Einzelfall mit hohen Kosten verbunden sein kann.

 

Tierarztkosten & Gesundheit

Dein Hund muss in regelmäßigen Abständen zum Tierarzt, um Wurmkuren und Impfungen zu erhalten. Diese dienen der Gesundheit und Vorsorge der Fellnase und müssen deshalb immer wieder aufgefrischt werden. Insgesamt kannst Du hier mit 100 € – 200 € pro Jahr rechnen, auch hier handelt es sich um laufende Kosten. Informiere Dich auf jeden Fall vorher, welche Impfungen genau Dein Hund benötigt, damit Du die Kosten ungefähr abschätzen kannst.

 

Außerdem musst Du an das Thema Kastration denken. Wenn Du nicht planst Hunde zu züchten, solltest Du das Thema frühzeitig mit dem Tierarzt besprechen. Die Kosten für eine Kastration sind von Hund zu Hund unterschiedlich, es kommt auf die Umstände des Einzelfalls an. Grob gesagt kostet die Kastration eines Rüden zwischen 50 € und 150 €. Bei einer Hündin ist der Eingriff etwas aufwendiger und komplizierter und deshalb teurer, hier sollte man 150 € – 450 € einkalkulieren.

 

Operationen

Wenn sich der Hund mal ernsthaft verletzt oder krank wird, kann eine Operation notwendig sein. Solche Eingriffe können ziemlich teuer werden, nicht selten liegen die Kosten hierfür im vierstelligen Bereich. Für solche Fälle solltest Du immer finanzielle Rücklagen einplanen. Sehr sinnvoll ist es auch, wenn Du Dich finanziell von Anfang an mit einer Hundekrankenversicherung für den Ernstfall absicherst. Sollte eine Operation nötig sein, musst Du Dir um das finanzielle Thema keine Sorgen machen und Du weißt, dass Dein vierbeiniger Freund die notwendige medizinische Behandlung bekommt, die er braucht. Die Kosten für eine Hundekrankenversicherung richten sich danach, was individuell von der Versicherung abgedeckt sein soll. Alle Infos zu Krankenversicherungen für Hunde findest Du hier. +++